Küchenerweiterung: Platzoptimierung


Ausgangslage und Anforderungen

Es ist ein altbekanntes Motiv, der Wunsch nach mehr Platz, vor allem in Küchen. So hat auch uns diese Thematik ereilt. Auslöser war die Idee, einen hohen Apotherschrank anzuschaffen. An der dafür infrage kommenden Wand standen bisher die schon über 11 Jahre alte Kühl-Gefrier-Kombination und unser historistisch anmutendes Buffet (auch Anrichte, Küchenbuffet oder in Österreich Kredenz genannt). Allerdings ließen die Platzverhältnisse und die weit von der Wandecke entfernte Anordung von Lichtschaltern und Thermostat keine übliche Schrankbreite von 40 cm zu, sondern nur 30 cm. Die dafür gefundenen Modelle aus der geringen Auswahl sagten uns alle nicht so recht zu. Nach weiteren Überlegungen waren wir vor allem auch optisch nicht von einem zusätzlichen separaten Schrank überzeugt und entschieden uns für eine Lösung aus einem Guss mittels Zukauf weiterer Ikea-Möbel mit den zur Basisküche passenden Fronten.

Küchenkauf und kühler Kopf

Gesagt, getan, ging es also alsbald zum nächsten Ikea, um den daheim erstellten Küchenplan vor Ort mit einem Fachberater zu vervollständigen und auf Korrektheit zu prüfen. Für den einheitlichen Look erhielt das Buffet einen neuen Platz im Wohnzimmer und die alte Kühlgefrierkombi sollte in den Hausanschlussraum weichen, um dort komfortabel als Zweitgerät zu dienen. Somit bietet die frei werdende Wand von ca. 215 cm Länge Platz für eine zusätzliche Küchenzeile mit integrierter Kühl-Gefrier-Kombination. Entsprechend kauften wir METOD-Schränke in drei Spalten von jeweils 60 cm Breite und 240 cm Höhe, zur guten Ausnutzung unserer gut 275 cm hohen Räume. In den mittleren Schrank kommt die Kühl-Gefrier-Kombi, rechts viele Fächer mit einer Schublade und links 5 Schubladen für den unteren Schrankbereich. Der Korpus hat jeweils eine Höhe von 2 Metern und wird durch den Aufsatz eines 40 cm hohen Hängeschrank-Korpus zu einem 240 cm hohen Küchenschrank. Links und rechts haben wir jeweils unten eine 140 cm hohe Tür und darüber eine 100 cm hohe Tür, in der Mitte eine 120 cm-Tür für die Kühl-Gefrier-Kombi (Kühlschrank) und 80 cm-Tür für die Tiefkühltruhe sowie für den Oberschrank eine 40 cm-Tür. Die Fronten sind wie in unserer Basisküche wieder Blenden und Deckseiten des Modells Bodbyn in grau. Die Griffe gibt es leider nicht mehr in exakt gleicher Ausführung des Modellnamens „Faglavik“, weshalb wir nun die Griffe „Eneryda“, wiederum in schwarz, kauften – der Unterschied fällt zum Glück nur auf den zweiten Blick auf.

Aufbau und Ausnahmen

Nachdem die gewohnt modularen Teile unserer Küchenzeile ins Haus geliefert waren – den bewährt guten Lieferservice gönnten wir uns – konnte der Aufbau beginnen. Schon beim ersten Korpus zeigte sich, dass trotz Erfahrung im Küchenaufbau, mehr Zeit benötigt wird als gehofft. In Summe zog sich der ganze Aufbau über anderthalb Wochen.

Wie gewohnt gab es wieder Besonderheiten, auf die wir reagieren mussten. Beispielsweise fielen linke Wand des rechten Schranks und rechte Wand der mittleren Schranks auf die 3fach-Steckdose, sodass ausgesägt werden musste, um die Schränke an die Wand schieben zu können. Außerdem musste die rechte Rückwand für die Steckdosen freigesägt werden, zum Anschluss der Kühlgefrierkombi. Gesägt wurde auch die Rückwand des mittleren Schranks zur Lüftung der Kühlgefrierkombi, siehe Bilder unten. Dies ist aber laut Anleitung so vorgesehen: Erst wird eine vollständige Rückwand eingebaut und festgenagelt, danach werden 90% davon wieder ausgeschnitten.

Die Wandbefestigung machten wir diesmal nicht per Metallschiene sondern direkt an der Wand, so sah es auch der Küchenplaner-Mitarbeiter vor; wir hätten aber sogar noch eine Schiene übrig gehabt – ohne Schiene ist es aber etwas unkomplizierter. Es war so schon frickelig genug, die Schränke sauber auszurichten und zu verbinden. Dabei waren Schraubzwingen eine wunderbare Hilfe.

Zum Abschluss montierten wir an Ostern noch die Sockelleiste inkl. Lüftungsgitter („Veddinge“ grau mit Metod-Sockel belüftet, siehe letztes Bild), wofür natürlich auch wieder zugesägt werden musste.

Belohnung und Bilder

Als Lohn haben wir nun richtig viel Stauraum und eine Küche aus einem Guss, beste Voraussetzungen für optischen und kulinarischen Genuss!

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