Estrich


Aufbau des Fußbodens als Untergrund für Fußbodenbeläge. Estriche können nach ihren Bindemitteln unterschieden werden:

  • Zementestrich (CT)
  • Gussasphaltestrich (AS)
  • Kunstharzestrich (SR)
  • Calciumsulfatestrich (CA) – auch Anhydritestrich genannt
  • Magnesitestrich (MA)
  • Faserbewehrte Estriche (zur Änderung der Biegezugfestigkeit)
  • Trockenestriche

 

Estrichmörtel erfüllen folgende Funktionen:

  • den Druck gleichmäßig auf die darunterliegende Dämmung verteilen
  • gleichmäßiger Untergrund für einen Bodenbelag
  • unmittelbar genutzt zu werden
  • eine vorgegebene Höhenlage zu erreichen

 

Konstruktionsarten / Bauweisen:

  • Verbundestrich:
    liegt direkt auf dem Rohbeton und ist mit diesem kraftschlüssig verbunden
  • Estrich auf einer Trennschicht bzw. Trennlage:
    Estrich ist durch eine Zwischenlage, meist zweilagige Folie aus Polyethylen (PE-Folie), vom Untergrund getrennt; keine Dämmschicht darunter
  • Estrich auf einer Dämmschicht („schwimmender Estrich“ bzw. „Heizestrich“):
    Der Estrich liegt dabei auf einer PE-Folie und diese auf einer Dämmplatte und wird seitlich von Dämmstreifen ummantelt, so dass keinerlei schall- oder wärmeübertragende Verbindung zum restlichen Gebäude besteht („schwimmen“)

 

Belegereife:

Erst nach einer bestimmten Trocknungszeit ist der Estrich „reif“ dafür, mit Holz, Fliesen oder anderen Bodenbelägen „belegt“ zu werden (belegereif oder belegreif). Je nach Art sind Trocknungszeiten von bis zu acht Wochen möglich. Die Belegereife wird durch Messung des Restfeuchtegehalts ermittelt. Der Estrich muss mindestens seine Nennfestigkeit erreich haben und auf die Gleichgewichtsfeuchte (Wassergehalt im Gleichgewicht mit der umgebenden Raumluft) ausgetrocknet sein. Der Feuchtewert („Restschwundwert“) wird meist mit einem CM–Gerät (Calciumcarbid-Messgerät) bestimmt. Bei Heizestrichen wird der Austrocknungsvorgang i.d.R. durch Aufheizen beschleunigt (Belegreifheizen).

 

Estrich (Wikipedia-Artikel)
Restfeuchte und Belegreife (Baunetz Wissen)

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