Von Ameisen und Menschen und Shakespeare


Clematis montana Grandiflora

Clematis montana Grandiflora

Nachdem es die letzten Tage und Wochen hier etwas ruhiger im Blog war, gibt es nun ein kleines Update was in dieser Zeit so alles passiert ist!

 

  • die Pflanzen im Vorgarten sind alle gut angewachsen und haben neue Blätter und Triebe entwickelt. Bei einer Hortensie und der Pfingstrose (beide von meiner Mutter) sind Knospen zu sehen und jetzt warten wir auf die Blüten. Da ist der Frauenmantel schon etwas weiter, denn der zeigt bei zwei Pflanzen schon seine grünen Blüten. Ansonsten ist gerade in den letzten Tagen, wo es doch etwas regnerischer war, das Unkraut durch das Rindenmulch geschossen, so dass wir keinen rein braunen Teppich mehr haben, sondern teilweise einen komplett grünen!
  • an unserem Zaun zum Fahrradweg hinter dem Haus blühen mittlerweile die drei Clematis montana grandiflora mit ihren hübschen weißen Blüten. Sie zählen also zu den frühblühenden Sorten und benötigen daher einen Rückschnitt nach der Blüte, die angeblich von Mai bis Juni dauert. Also mit dem Mai stimmt schon mal und jetzt lass‘ ich mich überraschen, wie die Blüte im Juni und dann vielleicht auch noch im Juli aussieht. Da im nächsten Jahr die Blüten am Altholz gebildet werden, darf später nicht zu viel zurückgeschnitten werden. Sonst kommt nächstes Jahr nichts und das wäre nicht so fein!
  • ansonsten schauen wir unserer Blumenwiese beim Wachsen zu. Denn so wie im Vorgarten das Unkraut gewachsen ist, so sind im Garten hinterm Haus auch schon einige Pflänzchen richtig hoch geworden! Allerdings haben wir auch noch ein paar kahle Stellen, bei denen wir unbedingt nachsäen müssen. Warum auch immer an diesen Stellen nichts gewachsen ist, denn es wurde genauso ausgesät wie an den anderen Stellen auch! Okay, einen Unterschied gibt es – die Saatmischung war eine andere. Wobei sich hier sagen lässt, dass die günstige Mischung die teurere geschlagen hat 🙂
  • in unseren Töpfen auf der Terrasse fühlen sich das Aprikosen- und das Apfelbäumchen sichtlich wohl, denn sie haben viele frische Triebe und Blätter ausgebildet. Die sind aber so frisch und lecker grün, dass sich Raupen an den Blättern die Bäuche voll geschlagen haben. Also war meine Aufgabe nach der Arbeit meist das Absammeln der Raupen von den Bäumen, die sich in den Triebknospen häuslich eingerichtet hatten. Sollte nochmal ein solcher Raupenbefall eintreten, werde ich es mal mit Knoblauch als Mittel der Wahl probieren bzw. eine Zehe jetzt schon einmal in die Erde stecken, damit die Pflanze genügend Zeit hat, das Alliin aufzunehmen. Diese Aminosäure wird durch ein entsprechendes Enzym gespalten und setzt dann das sogenannte Allicin frei (schwefelhaltig – daher auch der unangenehme Knobigeruch aus dem Mund). Das Allicin wirkt antibiotisch gegen Parasiten, Mikroorganismen und Fressfeinde. Und das werde ich mir in einem Experiment direkt vor Ort untersuchen, sobald die nächsten Schädlinge zu sehen sind.
  • womit wir beim nächsten Punkt wären! Wir haben schon die ganze Zeit Ameisen im Garten, die wir aber, solange sie nur in den Beeten ihre Straßennetze anlegen, einfach in Ruhe gelassen haben. Blöderweise (für die Ameisen) haben sie jetzt entschieden, ihre Blattlausfarm auf den beiden Bäumchen zu etablieren. So nicht, meine kleinen sechsbeinigen Kerbtierfreunde! Da wird dann auch mal Tante Antje böse und holt die Chemiekeule in Form von einem Anti-Ameisen-Mittel aus dem Baumarkt zum Vorschein. Denn nicht nur wollten sie die Bäumchen anzapfen, nein, die ersten kamen auch auf die Idee, ihre Nester unter der Terrasse zu bauen. Aber da spiel ich nich mit, denn etwas Platz im Garten möchte ich auch für mich! Daher ist jetzt die Haupt-Ameisenstraße im Garten gesperrt und auch noch keine Umleitung eingerichtet. Vielleicht kommen sie wieder, vielleicht haben sie den Wink mit dem Zaunpfahl aber auch verstanden und sind zu den Nachbarn gezogen!
  • So, was noch? Ach ja…Shakespeare! Warum habe ich den alten William wohl in der Überschrift erwähnt? Nun, man stelle sich einen Balkon in Verona vor…oben steht Julia, unten Romeo und ein Vogel zwitschert. Und was passiert? Die beiden zoffen sich, ob es jetzt die Nachtigall war oder die Lerche, die da den Schnabel aufreißt! Was hat das jetzt mit uns zu tun wird man sich fragen? Dazu stellt man sich bitte einen Balkon am Main vor, oben eine Antje, unten Ameisen und ein Vogel der zwitschert (Klaus konnte nicht unten sein, der war lieber auf Geschäftsreise). Ich war schon reichlich verwundert, nachts um 00:30 Uhr einen Schreihals auf Brautschau zu hören, vor allem weil er im letzten Jahr nicht in der Gegend war. Aber so ist das bei Zugvögeln, die kommen und gehen wie es ihnen gerade gefällt. Und da es sonst nachts keine mir bekannten Vögel gibt, die außer der Nachtigall noch lauthals zwitschern, gab es hier keinen Diskussionsbedarf. Wer möchte kann sich den, wie ich finde, wunderschönen Gesang der Nachtigall auch mal anhören.

 

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