Hausanschlussangebote für Strom und Wasser


Nachdem wir uns bereits ein Angebot für den Nahwärmeanschluss geholt hatten, standen noch die anderen Anschlüsse aus: Strom, Wasser und Telefon.
Der Trinkwasseranschluss und Abwasseranschluss läuft über die Gemeindewerke, von denen wir uns das Antragsformular organisiert haben: „Antrag auf Anschluss an das örtliche Wasserversorgungsnetz“. Das Telefonat mit dem Bauamt war leider sehr ernüchternd und die Auskunft ziemlich vage, um nicht zu sagen unwissend. Zum Thema Telefonanschluss und inwieweit das über die Telekom läuft, wurde uns z.B. gar nicht weitergeholfen. Die Hoffnung ist, dass wir einfach eine neue Mitarbeiterin oder Vertretung erwischt haben und dort zukünftig hilfreichere Auskünfte erhalten.
Der Kontakt mit dem Stromversorger, der auch unser Nahwärmeanbieter ist, lief hingegen wie schon bei der Nahwärme erfreulich unkompliziert. Der Mitarbeiter machte zudem einen sehr kompetenten Eindruck. Er warf zwar auch mit vielen Fachbegriffen um sich, mit einigen konnte ich nichts anfangen, erklärte bei Nachfrage jedoch verständlich. Als ich nach Vorlaufzeiten für Angebotserstellung und Realisierung fragte, begrüßte er sehr meine recht frühzeitige Anfrage noch vor Einreichung des Bauantrags: „Es wird dieses Jahr so viel gebaut wie noch nie!“ Aktuell dauert die Erstellung eines Angebots 4-5 Wochen. Der Realisierungvorlauf nach Auftragsstellung dauert dann nochmal ca. 3 Wochen. Demzufolge könnte unsere Bodenplatte frühestens in 7 Wochen gegossen werden, da die Anschlüsse vorher über die Mehrspartenhauseinführung gelegt sein sollten. Diese Überlegungen wurden aber von der Telekom noch mühelos überboten. Eine kurze Recherche ergab folgenden Treffer: Bauherrenberatung der Telekom
„Bitte teilen Sie uns Ihr Bauvorhaben mindestens 12 Wochen vor Beginn mit.“ Und diese 12 Wochen zählen erst ab Eingang des Auftrags bei der Telekom! Die dazu benötigten und auszufüllenden Unterlagen werden per Post „innerhalb einer Woche“ zugesandt. Aktuell sieht es also leider nach einem sehr großen Risiko der Verzögerung unseres Baus durch den Telekomanschluss aus! Nachtrag: Wir bekommen nun offensichtlich das zu verlegende Kabel per Paket zugesandt zum selbst verlegen (lassen) in den Mehrspartenanschluss. Der Telekom-Techniker schließt nach Hausstellung alles an und montiert den APL-Verteiler (Abschlusspunkt Linientechnik, also der Hausverteiler für die Telefonleitungen). Im einfachsten Fall kann auch erst dabei der Anschluss an die „Hauptleitung“ in der Straße vorgenommen werden, um eine doppelte Anfahrt zu vermeiden.
Aufgrund dieser Erfahrungen lautet unser ganz klarer Tipp an alle, die noch das Anschlussthema vor sich haben: Alle nötigen Formulare und Angebote so früh wie möglich einholen, um Verzögerungen im weiteren Bauablauf zu vermeiden. Zuerst den Telefonanschluss bei der Telekom beantragen, da dieser am meisten Vorlaufzeit benötigt.

Folgende Unterlagen wollte unser Stromversorger für die Angebotserstellung:

  • Lageplan inkl. HAR als PDF
  • Erdgeschossplan mit Hauseinführungsplan, zur Markierung der Anschlusstelle
  • Angabe des Haustyps für Dimensionierung des Anschlusses, bei uns also Einfamilienhaus (EFH)

Fehlende Pläne wurden uns sehr schnell von unserem Architektenbüro gesendet, vielen Dank dafür!

Für den Nahwärmeanschluss waren es ähnliche Unterlagen, das Senden der Vorabzüge und die Angabe von Flurnummer sowie Lage im Baufenster haben gereicht:

  • Grundrissplan mit Hausanschlussraum
  • Lageplan (Objekt im Baufenster)
  • geplanter Baustandard
  • beheizte Wohnfläche
  • Keller ja/nein
  • Warmwasserzapfstellen (wie viele Bäder?)
  • Falls vorhanden Wärmeschutznachweis und Heizlastberechnung
  • Grundstücksnummer

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