Müssen wir im Winter frieren??? 4


Heizkörperregler-Thermostatventil-Frostschutzmarke Das war die große Frage, als wir erfuhren, dass es in unserem Gebiet keinen Gasanschluss gibt. Denn bis dahin waren wir von einer Fußbodenheizung mit Gas ausgegangen. Was tun sprach Zeus? Wir mussten uns also Gedanken über die Alternativen machen, die da heißen Luft-Wärme-Pumpe oder Fernwärme. Wie immer gilt auch bei diesen Überlegegungen: Alles hat Vor- und Nachteile! Aber gerade bei diesem Thema muss man sich genauer mit diesen Vor- und Nachteilen gut beschäftigen. Denn so eine Heizung soll ja lange Jahre im Haus bleiben und nicht schon nach wenigen Jahren ausgetauscht werden, weil man sich für die falsche entschieden hat.
Zur Luft-Wärme-Pumpe lässt sich sagen, dass diese der (Außen)Luft Wärme entzieht und diese an ein anderes Medium weitergibt. In unserem Fall wäre dies die Fußbodenheizung (Ein Hoch auf die alten Römer!!!!). Was mir allerdings nicht so wirklich einleuchten möchte ist, wie im Winter effektiv geheizt werden kann, wo die Außentemperatur doch sehr niedrig ist?!? Also jedenfalls deutlich niedriger als in meinem hoffentlich warmen Haus! Zudem wird die Luft-Wärme-Pumpe mit Strom angetrieben, der ja bekanntlicherweise aktuell schneller in den Kosten steigt als Öl oder Gas. Also rechnet sich diese Pumpe nur mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach und diese haben wir nicht eingeplant. Ein weiterer Punkt auf der Pumpen-Liste ist der Platzbedarf selbiger. Entweder entscheidet man sich für die klassische Version mit einem formschönen Ventilator im Außenbereich des Grundstücks (was passiert eigentlich, wenn sich da ’ne tote Maus einnistet?) oder für eine integrierte Version, die aber unheimlich platzfressend ist und als mit der Lüftungsanlage kombiniertes Gerät die Hälfte des Hausanschlussraums für sich in Anspruch nimmt. Davon konnten wir uns beim Besuch des Referenzobjektes ein Bild machen.
Wie der Leser sicher schon ahnt, ist diese Heizungsart bei uns durchgefallen und wir haben uns für einen Fernwärmeanschluss entschieden. Dieser entpuppte sich allerdings bei genauerem Recherchieren als Nahwärmeanschluss, ist aber vom Prinzip genau das gleiche. An einer zentralen Stelle wird Energie erzeugt und mittels heißem Wasser in die einzelnen Haushalte transportiert. Während Fernwärme meist als „Abfallprodukt“ zum Beispiel bei Müllverbrennungsanlangen oder Kohlekraftwerken entsteht, kommt unsere Nahwärme aus der Verbrennung von Pellets und Holz. Man kann also sagen, alle Haushalte in unserem Baugebiet, die die Nahwärme nutzen, teilen sich eine Heizung. Und die funktioniert auch noch mit nachwachsenden Rohstoffen! Da freut sich das Öko-Herz von Antje, die ja auch von einem kleinen Selbstversorger-Gemüsegarten, einem Insektenhotel, einer Hecke in der Vögel nisten und einer Steinmauer mit Eidechsen als Bewohner träumt (fehlen nur noch die freilaufenden Hühner für die Selbstversorger-Eier – aber ich glaube da machen die Nachbarn nicht mit).
Jetzt heißt es abwarten, da im Laufe der nächsten Woche ein Angebot für den Nahwäremanschluss kommen soll, was da so für Kosten auf uns warten. Angeblich ist es nicht unwesentlich teurer als andere Heizungsarten – aber wir sparen uns einige Kosten nebenher, da die Nahwärme wartungsarm ist.

Auf alle Fälle werden wir die Leserschaft auf dem Laufenden halten, was unsere Heizung und alles weitere betrifft!!


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4 Gedanken zu “Müssen wir im Winter frieren???

  • Nadine

    Wir hatten das gleiche Problem mit dem Gasanschluss bei unserem Bau. Wir haben uns jedoch für einen im Vorgarten versenkten Gastank entschieden der vom Gasanbieter selbstständig überprüft und aufgefüllt wird.

    Viele Grüße
    die „Talbewohner“

  • Erwin

    Hallo,

    welchen Kfw-Standard habt ihr? Bei mindestens Kfw70 hätte ich eine gut geplante Luft-Wasser-Wärmepumpe (keine Luft-Luft-Wärmepumpe) der Nahwärme vorgezogen. Oder warum nicht eine Sole-Wärmepumpe mit Flächen- oder Grabenkollektor (oder evtl. Bohrung)?

    MfG

    • Antje Autor des Beitrags

      Hallo Erwin,

      unser Haus erfüllt (wenn wir es richtig dämmen) KfW 70. Gegen irgendwelche Pumpen haben wir uns entschieden, da uns der Aufwand bzw. die Geräte zu groß und auch die Investitionskosten zu hoch waren. Zudem werden diese ja mit Strom betrieben, was momentan die Energieform mit dem schnellsten Preisanstieg ist. Und eine PV-Anlage auf dem Dach kam aus verschiedenen Gründen auch nicht in Frage. Zudem steh ich Sole-Wärmepumpen oder Geothermie aus biologisch-bodenökologischen Gründen (da kommen dann doch diverse Inhalte aus den Ökologie-Vorlesungen wieder an die Oberfläche) sehr skeptisch gegenüber. Somit blieb nur die Nahwärme…

      Viele Grüße